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IT-Notdienst Server steht, Netzwerk tot, Verschlüsselung im Haus? Sofort anrufen: 0170 4883453
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Ratgeber · Für Unternehmen

Der Server ist weg. Was Sie in den ersten Minuten tun

Ein Serverausfall kostet keine Technik, sondern die Arbeitszeit aller gleichzeitig. Diese Liste hilft, die Lage einzuschätzen — und verhindert die Fehler, die eine spätere Rettung teuer machen.

Morgens um acht kommt niemand mehr an die Dateien. Der Server ist im Netzwerk nicht erreichbar, die Warenwirtschaft startet nicht, das Fachprogramm meldet Zeitüberschreitung. Zehn Leute stehen und schauen auf einen Bildschirm.

Das Wichtigste vorweg: nicht hektisch werden und nichts löschen. Die meisten Schäden, die ich später sehe, sind nicht durch den Ausfall entstanden, sondern durch das, was in den zwanzig Minuten danach versucht wurde.

Leistungen

In dieser Reihenfolge prüfen

  • Betrifft es alle oder nur einen Arbeitsplatz? Einer allein ist selten der Server
  • Kommen die Rechner ins Internet? Wenn nein, ist es eher Netzwerk als Server
  • Leuchtet oder blinkt am Server etwas Ungewöhnliches, piept er?
  • Steht auf einem Bildschirm eine Meldung — abschreiben oder abfotografieren
  • Ist gestern oder heute Nacht etwas passiert: Update, Gewitter, Stromausfall?
  • Hat jemand eine Datei geöffnet, die er nicht kennt, oder eine Rechnung per Mail?
  • Sind Dateinamen verändert oder haben eine neue Endung bekommen?
  • Liegt irgendwo eine Textdatei mit einer Zahlungsaufforderung?

Wenn Verschlüsselung im Spiel sein könnte

Umbenannte Dateien, eine fremde Endung oder eine Textdatei mit Zahlungsaufforderung: Dann gilt eine andere Reihenfolge, und zwar sofort.

Netzwerkkabel ziehen, WLAN aus — aber nicht ausschalten. Das Trennen stoppt die Ausbreitung auf andere Rechner und auf die Sicherung. Das Ausschalten dagegen löscht den Arbeitsspeicher, und dort liegen manchmal die Schlüssel, mit denen sich Daten ohne Zahlung zurückholen lassen.

Ebenfalls sofort: die Sicherung vom Netz nehmen. Eine USB-Platte, die noch am Server hängt, wird mitverschlüsselt. Und nichts löschen, nichts neu installieren, keine Wiederherstellung auf gut Glück starten.

Nicht auf Lösegeldforderungen reagieren, bevor der Umfang klar ist. Und melden Sie sich, ohne den Schuldigen zu suchen — wer auf etwas hereingefallen ist, muss das sagen können, ohne Ärger zu befürchten. Der Schaden entsteht in den Stunden, in denen jemand aus Scham schweigt.

Die häufigsten Ursachen, ganz unspektakulär

In den meisten Fällen ist es keine Attacke, sondern eine der immer gleichen Sachen. Das Systemlaufwerk ist voll gelaufen, weil Protokolldateien über Monate gewachsen sind. Ein Dienst hängt nach einem nächtlichen Update. Ein RAID läuft seit Wochen mit einer defekten Platte weiter und verliert jetzt die zweite — der Warnhinweis stand die ganze Zeit in einer Software, die niemand öffnet.

Auch beliebt: Nicht der Server ist weg, sondern der Switch, an dem er hängt. Oder ein Netzteil im Serverschrank. Deshalb steht oben die Frage, ob überhaupt noch Internet da ist — das trennt Netzwerkproblem von Serverproblem in dreißig Sekunden.

Was Sie selbst versuchen können — und was nicht

Vertretbar: den Server einmal geordnet neu starten, wenn keine Anzeichen für Verschlüsselung vorliegen und niemand gerade schreibend darauf arbeitet. Etwa jeder dritte Ausfall ist damit erledigt.

Nicht vertretbar: mehrfach hart ausschalten. Im BIOS oder an der RAID-Steuerung herumstellen. Eine Wiederherstellung starten, ohne zu wissen, von wann die Sicherung ist. Bei einer klackernden Festplatte immer wieder starten — jeder Versuch macht eine spätere Rettung schwerer und teurer.

Und wenn Sie unsicher sind: anrufen statt ausprobieren. Am Telefon ist in fünf Minuten klar, ob es ein Handgriff ist oder ob ich losfahre.

Danach: die Frage, die wirklich zählt

Wenn wieder alles läuft, kommt der unangenehme Teil: Wann wurde die Sicherung zuletzt zurückgespielt? Nicht angelegt — zurückgespielt. Ein Backup, das nie getestet wurde, ist keine Sicherung, sondern eine Hoffnung. Ich sehe regelmäßig Sicherungen, die seit Monaten grün melden und im Ernstfall nichts hergeben.

Der Test dauert etwa eine Stunde. Danach wissen Sie, wie lange eine Rückkehr im Ernstfall wirklich dauert — und das ist die Zahl, die zählt, nicht die Größe der Sicherung.

Kurzfassung für den Aushang neben dem Serverschrank: Netzwerk trennen, nicht ausschalten. Nichts löschen. Meldung abfotografieren. Anrufen: 0170 4883453.

Häufige Fragen

Bevor Sie anrufen.

Sollen wir den Server einfach neu starten?

Wenn nichts auf Verschlüsselung hindeutet und niemand gerade schreibend arbeitet: ja, einmal geordnet über das Menü, nicht über den Schalter. Etwa jeder dritte Ausfall ist damit erledigt. Bei Verdacht auf Befall dagegen auf keinen Fall — dort zuerst das Netzwerkkabel ziehen und anrufen.

Wie schnell sind Sie da?

Per Fernwartung meist innerhalb von Minuten, solange irgendein Rechner noch ins Internet kommt. Vor Ort im Hochtaunuskreis in der Regel am selben Tag, bei einem Betriebsausfall sofort. Wartungskunden haben Vorrang.

Wir sind nicht Ihr Kunde. Helfen Sie trotzdem?

Ja. Es dauert länger, weil ich Ihre Umgebung erst kennenlernen muss, und ich kann nicht versprechen, dass ich in der Minute Zeit habe. Aber ich schicke niemanden weg, der steht.

Was kostet ein Notdiensteinsatz?

Abrechnung nach Aufwand. Bevor etwas gemacht wird, sage ich Ihnen, womit ungefähr zu rechnen ist. Für Wartungskunden ist die Fernwartung im Monatsbetrag enthalten.

Wie verhindern wir den nächsten Ausfall?

Ganz verhindern lässt er sich nicht. Was sich verhindern lässt, ist die Sorte Ausfall, die sich vorher ankündigt: volle Laufwerke, defekte RAID-Platten, hängende Dienste, abgelaufene Zertifikate. Genau dafür gibt es Überwachung — die meldet sich, bevor jemand vor einem schwarzen Bildschirm steht.

Kontakt

Sagen Sie kurz, was los ist.

Ein Anruf reicht meistens, um einzuschätzen, ob es ein Fünf-Minuten-Ding ist oder ein Projekt. Sagen Sie einfach, was los ist.

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