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Ratgeber · Für Unternehmen

Ihr Backup läuft. Aber kommt auch etwas zurück?

Fast jeder Betrieb hat eine Sicherung. Deutlich weniger haben je geprüft, ob sich daraus im Ernstfall wieder ein arbeitsfähiges System bauen lässt.

Die Sicherungssoftware meldet seit Monaten grün. Die Platte dreht, das Protokoll sagt „erfolgreich“. Und dann fällt der Server aus, man startet die Rückkehr — und stellt fest, dass die Datenbank offen gesichert wurde und unbrauchbar ist. Oder dass genau das Laufwerk fehlt, auf dem die Fachanwendung liegt.

Das ist kein seltener Sonderfall. Es ist der Normalfall bei Sicherungen, die nie getestet wurden — und die meisten sind das.

Leistungen

Woran ein Backup typischerweise scheitert

  • Die Sicherung läuft, aber ein wichtiges Laufwerk ist nicht ausgewählt
  • Datenbanken werden im laufenden Betrieb kopiert und sind dadurch unbrauchbar
  • Die Sicherungsplatte hängt dauerhaft am Server und wird mitverschlüsselt
  • Es gibt nur eine Fassung — der Fehler von gestern ist mitgesichert
  • Niemand kennt das Kennwort für die Verschlüsselung der Sicherung
  • Die Rückkehr würde drei Tage dauern, was niemand vorher ausgerechnet hat
  • Microsoft 365 gilt als „gesichert“, ist es aber nicht automatisch
  • Das Protokoll meldet grün, weil der Fehler in einer Unterposition steht

Der Test, den Sie selbst machen können

Suchen Sie sich eine Datei aus, die vor mindestens zwei Wochen geändert wurde. Nicht von gestern — der Punkt ist zu prüfen, wie weit die Sicherung zurückreicht. Spielen Sie diese eine Datei an einen anderen Ort zurück und öffnen Sie sie.

Klappt das, wissen Sie: Die Sicherung enthält etwas und es lässt sich lesen. Das ist mehr, als die meisten Betriebe über ihre Sicherung sagen können — aber es ist noch nicht der eigentliche Test.

Der eigentliche Test ist die Wiederherstellung eines ganzen Systems auf Ersatz-Hardware oder in eine virtuelle Maschine. Erst dabei zeigt sich, ob Betriebssystem, Anwendungen und Daten zusammen wieder hochkommen — und wie lange das dauert. Diese Zahl ist die wichtigste in Ihrer ganzen Sicherungsstrategie.

Die Drei-Zwei-Eins-Regel, praktisch übersetzt

Drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Medien, davon eine außer Haus. Das ist keine Theorie, sondern die Antwort auf drei verschiedene Katastrophen: versehentliches Löschen, defekte Hardware und Feuer oder Einbruch.

Der Teil, der in der Praxis fehlt, ist fast immer der letzte. Eine Sicherung, die im selben Raum steht wie der Server, überlebt einen Wasserschaden nicht. Und eine, die dauerhaft angeschlossen ist, überlebt eine Verschlüsselung nicht.

Deshalb gehört mindestens eine Fassung an einen Ort, den ein Angreifer vom Server aus nicht erreicht — entweder physisch getrennt oder mit einer Sperre, die nachträgliches Löschen verhindert.

Microsoft 365 ist nicht automatisch gesichert

Der häufigste Irrtum bei Geschäftskunden: „Das liegt doch in der Cloud, da kümmert sich Microsoft drum.“ Microsoft sorgt dafür, dass der Dienst läuft. Für Ihre Daten darin sind Sie zuständig.

Ein gelöschtes Postfach ist nach dreißig Tagen weg. Eine überschriebene Datei in SharePoint lässt sich eine Zeit lang zurückholen, danach nicht mehr. Und wenn ein Konto übernommen und aufgeräumt wird, hilft der Papierkorb wenig.

Für Postfächer, Teams und SharePoint gibt es eigene Sicherungslösungen. Die kosten wenige Euro je Postfach im Monat — und sind der Unterschied zwischen einem Vorfall und einem Datenverlust.

Der Test dauert etwa eine Stunde. Danach wissen Sie zwei Zahlen: wie weit die Sicherung zurückreicht und wie lange eine vollständige Rückkehr braucht. Ohne diese zwei Zahlen ist jede Aussage über Ihre Sicherheit geraten.

Häufige Fragen

Bevor Sie anrufen.

Wie oft sollte man testen?

Einmal im Jahr vollständig, dazu stichprobenweise einzelne Dateien im Quartal. Wichtiger als die Häufigkeit ist, dass nach jeder größeren Änderung getestet wird — neuer Server, neue Fachanwendung, neue Sicherungssoftware.

Reicht eine externe Festplatte?

Für einen Ein-Personen-Betrieb oft ja, wenn sie nach der Sicherung abgezogen wird und nicht neben dem Rechner liegen bleibt. Ab mehreren Arbeitsplätzen wird das mühsam und unzuverlässig, weil es an einem Menschen hängt, der es täglich tut.

Was kostet eine ordentliche Sicherung?

Das hängt an der Datenmenge und daran, wie lange Sie zurückgehen können wollen. Bei kleinen Betrieben liegt es meist im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat. Ich rechne Ihnen das vorher aus, statt eine Pauschale zu nennen.

Ist der Test gefährlich für die laufenden Daten?

Nein, wenn er richtig gemacht wird. Zurückgespielt wird an einen anderen Ort, nicht über die Originaldaten. Genau deshalb mache ich das lieber selbst, als Ihnen eine Anleitung zu geben.

Kontakt

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Ein Anruf reicht meistens, um einzuschätzen, ob es ein Fünf-Minuten-Ding ist oder ein Projekt. Sagen Sie einfach, was los ist.

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